Autosurfer

Autosurfer

Autosurfer – Geld verdienen mit dem Ansehen von Werbung in einer Surfbar, nachdem man investiert hat.

Autosurfer versprechen viel, aber können sie das auch halten? Surfbars, die für das Ansehen von Werbeeinblendungen eine kleine Vergütung zahlen, sind plausibel. Aber Autosurfer versprechen einen hohen, meist unrealistisch wirkenden Verdienst. Wenn… ja wenn man zuvor einen mehr oder weniger hohen Betrag einzahlt. Was es damit auf sich hat erfahren unsere Leser in dieser Rubrik.

Autosurfer als Möglichkeit zum Geld verdienen?

Grundsätzliches zu Autosurfern, was sich besonders an die mit der Thematik weniger vertrauten Leser, aber auch an diejenigen die schon Erfahrungen gemacht haben richtet und als Gegengewicht zu den meist sehr vielversprechend klingenden Äußerungen der Betreiber eines Autosurfers und der dort angemeldeten werbenden Mitglieder dienen soll. Beide haben ein Interesse daran neue “Investoren”, also Mitglieder zu finden und Preisen das betreffende Programm demzufolge an… auch mit Auszahlungsnachweisen etc. Autosurfer versprechen einen Verdienst für das Ansehen einiger Webseiten über ein automatisches Script auf der Webseite des Autosurfers. Voraussetzung ist jedoch ein sogenanntes “Upgrade” vom Mitglied, was nichts anderes ist, als eine Investition, auch wenn die Betreiber oft in ihren AGB betonen, es handle sich um einen Mitgliedsbeitrag und nicht um ein Investment. Dieses Upgrade hat eine bestimmte Laufzeit, z.B. 10, 14, oder 30 Tage. Auf dieses sogenannte Upgrade wird täglich ein bestimmter Prozentsatz gut geschrieben. Diese Gutschriften bewegen sich meist je nach Laufzeit zwischen 5 und 20% pro Tag vom gezahlten Upgrade. Wobei zu beachten ist, dass es das Upgrade selbst nicht zurückgibt.

Das ganze kann dann so aussehen:

Upgrade: 300 USD
Laufzeit: 30 Tage
Tägliche Gutschrift nach surfen der geforderten Webseiten: 5% vom Upgrade
Das ergibt dann:
Pro Tag: 15 USD
Nach 30 Tagen: 450 USD
Gewinn nach 30 Tagen: 150 USD

Nun sollte jedem klar sein, dass sich diese 150 USD nicht durch das Ansehen von 10 Webseiten finanzieren lassen, zumal die angesehenen Webseiten auch nur die von anderen Mitgliedern sind. Jedes Mitglied bekommt nämlich zusätzlich Kredits gut geschrieben, für die er seine eigene Seite dort einstellen kann. Also Werbeeinnahmen finanzieren das ganze nicht, was dann? Die Betreiber sprechen von Investitionen im Forex (Devisenhandel) oder sonstigen Investments und davon, dass dort riesige Gewinne möglich sind, woran uns zwar die Banken nicht teilhaben lassen wollen, aber die Autosurfer schon.

Es kann sich jeder selbst überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass hinter einer der oft sehr schlecht gemachten Webseiten eines Autosurfers ein Finanzgenie steht, welches den angemeldeten Mitgliedern einen Geldsegen von monatlich 50% Gewinn beschert, was bei stetiger monatlicher Re-Investition einem jährlichen Ergebnis von 38922 USD aus der oben gemachten Anfangsinvestition von 300 USD und einem Jahreszinssatz von 12974,63% entspricht.

Wer das erreichen könnte, müsste keinen Autosurfer betreiben… warum sollte er? Alle Banken dieser Welt würden alles tun, um den Mann zu bekommen. Er selbst könnte mit einem Startkapital von 300 USD folgendes erreichen:

1.Jahr : Kapital 300,00…………………Zinsen 38.922,00
2.Jahr : Kapital 39.222,00……………..Zinsen 5.088.662,28
3.Jahr : Kapital 5.127.884,28………….Zinsen 665.291.706,49

Ergebnis nach 3 Jahren : 670.419.590,77 USD anders geschrieben: über 670 Millionen USD

Na aber hallo. Sehr nett von diesen vielen genialen Autosurfer-Betreibern, dass sie ihr Genie nicht für sich selbst nutzen, sondern lieber andere reich machen. Bedauerlicherweise, aber anhand einer solchen Beispielrechnung leicht nachvollziehbar wird aber niemand reich. Es verdienen zwar einige, nämlich die Betreiber der Autosurfer und diejenigen Mitglieder die sich auf Autosurfer und das Werben von Neumitgliedern spezialisiert haben, welche frühzeitig dabei waren und meist nur das kleinste mögliche Upgrade gemacht haben, aber reichlich neue User über ihre Referral-Link geworben haben, aber die Mehrheit kann hier nur verlieren.

Wer verdient was?

Der Betreiber verdient:
Gesamtes eingezahltes Geld
– getätigte Auszahlungen (einschließlich Provisionen an Mitglieder für das Werben von Neumitgliedern)
– Kosten für Domain, Webspace und Script
+ eventueller Werbeeinnahmen (z.B. für Werbung auf der Webseite)

Spezialisierte Mitglieder verdienen:

Gewinne aus Ihrem Investitionen solange ausgezahlt wird (wer sich auskennt investiert nur das minimale geforderte, häufig 5 USD)
+ Provisionen für das werben von Neumitgliedern (üblich sind z.B.10% von deren Investition)
– seiner letzten Investition (das letzte vor dem Auszahlungsstopp getätigte Upgrade)

Wie lange zahlt ein Autosurfer aus?

Ein Autosurfer kann wenige Tage bis zu mehreren Monaten und in seltenen Fällen auch 1 Jahr oder länger existieren und auszahlen. Das hängt davon ab, wie lange die Summe der neu eingezahlten Gelder die Summe der zu tätigenden Auszahlungen übersteigt. Kippt das Verhältnis und müsste mehr ausgezahlt werden als eingezahlt wird, macht der Betreiber dicht und sich mit dem Geld was zu diesem Zeitpunkt vorhanden ist aus dem Staub.

Warum werden einzelne Autosurfer so sehr angepriesen?

Einige haben sich darauf spezialisiert, für solche Programme eine große Anzahl von Mitgliedern zu werben. Dafür erhalten Sie von den Betreiber des Autosurfers einen besonderen Link (Reflink), den diese Mitglieder dann in Ihre Werbung einbinden und wodurch jeder geworbene exakt dem Werber zugeordnet werden kann. Sie machen selbst nur das kleinste mögliche Upgrade, z.B. 5 USD, wodurch sie ein sehr geringes Risiko eingehen. Für jedes Investment eines von ihnen geworbenen erhalten sie nun eine Provision, beispielsweise 10%. Die besten werben durchaus Neumitglieder im 3-stelligen Bereich, woraus sich gut und gerne 4- bis 5-stellige Gesamtinvestitionen aller Geworbenen ergeben können. Davon 10%… kein schlechter Verdienst, wohlgemerkt bei einem minimalen Risiko wenn man selbst nur 5 USD investiert hat.

Die Profis unter den Mitgliedern und der Betreiber eines Autosurfers gehen gewissermaßen eine Symbiose ein. Diese Mitglieder besorgen durch massives werben in den schönsten Farben und auch unter Vorweisen von Auszahlungsbelegen neue Mitglieder und damit neues Kapital. Der Betreiber lässt ihnen dafür einen Teil vom Kuchen, denn ohne diese Mitglieder und deren wohlfeilen Verkündigungen bereits die xte Auszahlung erhalten zu haben könnte er nicht existieren. Für diese Symbiose bedarf es keiner Absprachen, das alles ergibt sich automatisch und von selbst.

Fazit

Bei Autosurfern ist das Risiko eines Totalverlustes sehr hoch. Je höher der versprochene Gewinn umso größer ist auch die Gefahr das eingesetzte Geld zu verlieren, auch schon die Ersteinlage. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei Autosurfern um sogenannte Schneeballsysteme auch als Pyramiden bekannt, bei dem fällige Auszahlungen aus den Neuinvestitionen getätigt werden. Das Surfen und Ansehen von Webseiten/Werbung dient nur als Umbau also der Verschleierung.

Einige Autosurfer gehen auch andere Wege und investieren das Geld der Mitglieder tatsächlich. Aber wo investieren sie es um solche unrealistischen Gewinne zu erwirtschaften? Man glaubt es kaum… sehr gern in anderen Autosurfern oder HYIP-Programmen, die noch extremere Gewinne versprechen (schließlich will ja auch der Betreiber etwas verdienen). Hier ist das Risiko als mindestens ebenso hoch zu bewerten.

 

 

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