Keyword Density – Die optimale Keyworddichte

Keyworddichte - Keyword Density

Keyworddichte: Wie oft sollten wichtige Keywords im Content erscheinen?

Die Keyworddichte (engl. Keyword Density) bezeichnet den Wert der Häufigkeit eines Keywords (Schlüsselwort) im Verhältnis zur Gesamtzahl der Wörter eines Artikels. Die Keyworddichte gilt nach wie vor als wichtiger Teil der OnPage Optimierung und wir nach wie vor von vielen als bedeutender Ranking Faktor beschworen, obwohl sie als solcher längst an Bedeutung verloren hat.

Beste Keyworddichte

Was ist die beste Keyworddichte? Meinungen und Empfehlungen über die optimale Keyworddichte gehen teilweise weit auseinander. Fakt ist, dass die Keyword-Dichte als Ranking-Faktor längst nicht mehr den Stellenwert einnimmt, dem man ihr in der Vergangenheit zuschrieb. Die Überlegung, wie hoch denn die Keyworddichte in einem Artikel sein sollte, verliert an Bedeutung, wenn man sich vor Augen hält, dass man seine Texte für die Leser schreibt, nicht für Suchmaschinen und das Suchmaschinen, Webseiteninhalte inzwischen recht gut verstehen.

Es ist nicht sinnvoll, zu sagen, ich möchte in einem Artikel zum Keyword “Suchmaschinenoptimierung Blogbeiträge”, mit einer Länge von 700 Wörtern und einer Keyworddichte von 4%. Das würde bedeuten, ich müsste “Suchmaschinenoptimierung Blogbeiträge” ganze 28 mal im Text unterbringen. Das kann man machen, aber man sollte es besser lassen. Allein deshalb, weil sich dieses Keyword nicht eben einfach in Sätze integrieren lässt, ist weniger eher mehr. Zwingt man es nämlich in Texte und Überschriften, leidet die Lesbarkeit, der Text wirkt unnatürlich. Und auch das können Suchmaschinen erkennen. Da nutzt dann eine vermeintlich optimale Keyworddichte auch nicht mehr viel.

Die optimale Keyworddichte

Welchen Wert sollte man für die optimale Keyworddichte wählen? Die perfekte Keyworddichte oder einen Wert dafür gibt es nicht. Klar, viele der Leser dieses Artikels  wollen unbedingt einen Wert für die optimale oder ideale Keyworddichte erfahren. Also gut… Zur groben Orientierung: Wir halten eine Keyword Density im Bereich von 1% bis 3% (ohne Einbeziehung von Titel und Description) für ein vernünftiges Maß.

Es müssen und sollen nicht genau 1% sein, auch nicht exakt 2% oder 3%. Welchen Wert man erreicht, hängt auch davon ab, wie oft sich ein Keyword in den Text integrieren lässt ohne dass man sich und seinen Text “verbiegen” muss. Hat man seinen Text fertig und ermittelt die Keyworddichte eines wichtigsten Keywords beträgt nur ca. 1% ist das auch in Ordnung. Wir beispielsweise veröffentlichen schon mal Artikel, in denen ein wichtiges Keyword nur mit einem Wert von rund 1% vorkommt. Einfach deshalb, weil es sich auf natürliche Weise gar nicht öfter einbauen ließe. Und auch Artikel mit einer Keyworddichte von beispielsweise 1% ranken gut, sofern sie andere wichtige Ranking-Faktoren, wie Relevanz für Suchanfragen und richtige Positionierung der Schlüsselwörter bedient werden. Dazu mehr weiter unten.

Insgesamt raten wir eher zu Sparsamkeit beim Einbau von Schlüsselwörtern. Während früher 3,5% oder sogar 4% Keyworddichte als optimal galten, sollte man heute besser unter diesen Werten bleiben. Vor allem, um die Lesbarkeit und natürliche Erscheinung eines Textes nicht zu gefährden. Das trifft besonders auf Keyword Kombinationen aus mehreren Wörtern zu. Dann hat die Keyworddichte zugunsten der Lesbarkeit und Natürlichkeit des Content zurückzustehen.

Maximale Keyworddichte

Unbedingt vermeiden sollte man eine übermäßige Verwendung von Schlüsselwörtern. Diese könnte zu einer s.g. Überoptimierung führen und von Suchmaschinen als Keyword-Spamming verstanden werden. Keyword-Spamming kann zu Sanktionen wie dem Abrutschen in den oder sogar dem Ausschluss aus den SERPS führen. Ab einer Keyworddichte von 3% empfiehlt es sich, zur Vermeidung negativer Folgen eher Variationen und Pseudonyme einzusetzen.

Einzelnes Keyword vs Keyword-Kombination, Phrase

Es ist natürlich, das eine Einzel-Keyword, also ein Begriff aus einem Wort, häufiger in einem Text vorkommt als eine Keyword-Kombination (Phrase) aus zwei oder mehr Wörtern. Nehmen wir an, das Fokus-Keyword eines Artikels soll die Phrase “Wasser zur Gewichtsreduzierung” sein. Würden wir versuchen hierfür eine Keyworddichte von 3 % zu erreichen, hätte das zwei Erscheinungen zur Folge:

  • Der Text würde wahrscheinlich eher unnatürlich wirken
  • Der für sich stehende Begriff “Gewichtsreduzierung” würde einen deutlich höheren Wert als 3 % erreichen, da er ja mit größter Wahrscheinlichkeit außer in “Wasser zur Gewichtsreduzierung” noch häufig für sich allein und in weiteren Keyword-Kombination bzw. Phrasen erscheinen würde.

Das heißt, im Allgemeinen sollte man für Keyword-Kombinationen auf eine deutlich geringere Dichte als für Ein-Wort-Keywords achten. Oder anders gesagt, sollte der Wert für das Keyword mit der höchste Keyworddichte nicht über 3% liegen.

Keywords – Variationen und Pseudonyme

Bedenken sollte man auch, dass fast immer auch zusätzlich Variationen und Pseudonyme zu gewünschten Keywords verwendet werden. Das geschieht oft automatisch, ist aber auch anzustreben, denn die Verwendung von Keywordvariationen und Keywordpseudonymen hat mehrere positive Effekte:

  • Suchmaschinen wie Google erkennen Variationen und Pseudonyme als solche und interpretieren das Vorkommen dieser im Idealfall so, dass sich der Artikel umfassend und tiefgründig mit dem betreffenden Thema beschäftigt.
  • Neben dem Fokus-Keyword erhält man durch die Verwendung von Pseudonymen und Variationen relevante Keywords im Text, welche im Idealfall zu einer Erhöhung der Sichtbarkeit des Artikels in den SERPS führen

Pseudonyme und Variationen haben also eine große Bedeutung. Sie unterstützen das gewünschte Keyword und werten bei richtigem Einsatz einen Artikel auf.

Keyword Positionen

Welche Rolle spielen Keyword Positionen? Neben der Dichte im Content, ist vor allem die Position der Keywords von Bedeutung. Sowohl die sinnvolle Positionierung im Text, als auch die Verwendung der Keywords, Keywordvariationen und Keywordpseudonyme in Überschriften wirken sich positiv aus. Im Text sollte das Hauptkeyword sowohl am Anfang, als auch am Schluss des Artikels präsent sein.

Keyword in der Einleitung

Die Positionierung des Schlüsselworts am Beginn des Textes ist besonders wichtig. In den ersten zwei bis drei Sätzen sollte das Keyword mindestens einmal erscheinen. Wir empfehlen den ersten Satz schon unter Einbindung des Keywords zu gestalten. Innerhalb der ersten 100 Worte kann es 2 bis 3 mal verwendet werden, was für diesen Teil des Textes einer Keyworddichte von 2-3% entspräche.

Keyword im Fazit / Schlusswort

Auch auf die Verwendung des Keywords am Ende eines Textes sollte man achten. Es empfiehlt sich das Key-Word innerhalb der letzten drei Sätze 1 mal und in den letzten 100 Wörtern bis maximal 3 mal zu implementieren (entspräche einer Keyworddichte von maximal 3 %.für das Schlusswort).

Keyword in den Überschriften

Das Keyword sollte zumindest in einigen Überschriften Verwendung finden. Unbedingt sollte es in der H1-Überschrift enthalten sein und zusätzlich in 1 – 3 Unterüberschriften, bei langen Texten mit sehr vielen Unterüberschriften auch häufiger. Dabei sollte man aber auch nicht übertreiben. Überschriften ohne das Keyword oder zumindest ein Pseudonym für das Keyword sind aus SEO-Sicht wertlos. Hat man beispielsweise 3 Unterüberschriften für den Einbau des Keywords ausgewählt, kann man in weiteren Unterüberschriften Pseudonyme verwenden.

Ein kleines Beispiel:

Ein Artikel zum Thema “Gewichtsreduzierung” mit auch eben diesem Keyword soll einen Abschnitt “Tipps und Ratschläge” unter einer entsprechenden Unterüberschrift enthalten. Eine schlechte Wahl und eine Verschwendung von SEO-Potential wäre es, als Unterüberschrift nun einfach “Tipps und Ratschläge” zu wählen. Deutlich besser und eigentlich sogar obligatorisch wäre in diesem Fall der Einbau des Fokus-Keywords, so dass die Überschrift “Tipps und Ratschläge zur Gewichtsreduzierung” lautet. Sollte aber das Fokus-Keyword bereits in mehreren anderen Unterüberschriften Verwendung gefunden haben, bietet sich hier die Verwendung eines Pseudonyms bzw. einer Variation an. So könnte die Unterüberschrift  beispielsweise auch so aussehen: “Tipps und Ratschläge zur Gewichtsreduktion”, “Tipps und Ratschläge zum Abnehmen”.

Keyworddichte Analyse

Wer seine Keyworddichte messen möchte, kann dazu auf ein Keyworddichte Tool zurückgreifen. Das kann ein Plugin für das verwendete CMS sein oder ein Tool zur Keyworddichte Analyse, mit der sich die Keyworddichte online prüfen lässt.

Suchanfragen-Relevanz wichtiger als Keyworddichte

Für gute Positionen in den Suchergebnissen ist eine große Relevanz des Artikels für möglichst viele Suchanfragen zum betreffenden Thema weitaus wichtiger als die Keyworddichte. Wie erreicht man eine möglichst hohe Relevanz für möglichst viele Suchanfragen? Hier einige Maßnahmen, die die Relevanz steigern:

  • Zusätzlich zu den Haupt-Keywords empfiehlt sich der Einsatz häufig verwendeter Pseudonyme und Varianten
  • Im Content werden eine oder mehrere Fragen beantwortet
  • Integration von Bildern, Dateiname, Titel und Alt-Text das wichtigste Keyword oder ein Pseudonym enthalten sollten. Alt-Text und Titel sollten sich dabei unbedingt unterscheiden.

Fazit

Anstatt einen festen Wert als Optimum für die Dichte einzelner Keywords anzustreben, sollte man darauf achten, dass der Text durch eine übermäßige Verwendung von Keywords nicht unnatürlich wirkt und dass Keywords an sinnvollen Positionen eingesetzt werden. Hilfreicher als eine Quote für die Keyword Density ist das richtige Augenmaß bei Verwendung und Positionierung von Schlüsselwörtern, besonders im Hinblick auf angenehme Lesbarkeit und leichtes Verständnis der Inhalte. Wenn der Text häufig gestellte Fragen beantwortet, steigert das dessen Relevanz für Suchanfragen, was zu einem guten Ranking führt.

Google und die anderen Suchmaschinen verstehen heutzutage Texte erstaunlich gut. Insbesondere bedarf es nicht eines starren Wertes für die Keyworddichte, damit Google das Thema des Artikels richtig einschätzen kann.

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