Arbitrage – Gewinn durch Ausnutzung von Kursunterschieden

Arbitrage

Arbitrage nutzt unterschiedliche Preise an zwei verschiedenen Märkten um durch Kauf und Verkauf einen Gewinn zu erzielen

 


Auch wenn der Arbitrag Handel in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung verloren hat, möchten wir das Thema nicht unbehandelt lassen. An dieser Stelle widmen wir uns der Erklärung von Arbitrage und dem Arbitrag-Handel.

Arbitrage erklärt

Der Begriff Arbitrage

Arbitrage ist französisch und stammt vom  von lateinischen arbitratus, was soviel wie freie Wahl oder eigenes Ermessen bedeutet.

Arbitrageur

Der Arbitrageur ist der Akteur, der bei der Arbitrage Kursunterschiede zum Erzielen von Gewinnen nutzt.

Die Arbitrage im Finanzmanagement

Die Arbitrage ist eine Strategie im Finanzmanagement. Arbitrage bezeichnet die Ausnutzung von Preis- Kurs- und Zinsunterschieden zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Handelsplätzen um Gewinne zu erzielen. Gegenstand des Handels sind dabei Handelswaren, Edelmetalle, Devisen, Wertpapiere, Derivate, Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Gegensatz zu Spekulationsgeschäften ist der Arbitrage-Handel nicht risikobehaftet. Man setzt hier nicht auf steigende oder fallende Preise, sondern kauft das Handelsobjekt am Handelsplatz mit dem niedrigeren Preis und verkauft es zeitgleich und am Handelsplatz mit dem höheren Preis.

Arbitrage in der Praxis

Das alleinige Ziel der Arbitrage ist die Gewinnerzielung. Der Gewinn der Arbitrage ergibt sich also aus dem Kauf zu einem niedrigeren Preis auf dem einem Markt, und dem gleichzeitigen Verkauf zu einem höheren Preis auf einem anderen Markt. Da Preisunterschiede an verschiedenen Märkten schnell ausgeglichen werden und daher nur für kurze Zeit bestehen, kommt es für Arbitrageure auf Schnelligkeit an. Die Angleichung erfolgt fast sehr schnell sobald der Preisunterschied zu groß wird. Um einen Gewinn erzielen zu können, muss der Arbitrageur also sofort handeln, wenn der Preisunterschied zwischen zwei Märkten so groß ist, dass ein Transfer sich lohnt.

Gewinne beim Arbitrage-Handel

Heutzutage ist die Markttransparenz auf den Märkten so hoch, dass Angebot und die Nachfrage zu einen nahezu identischen Preis für das Handelsobjekt an allen Märkten sorgen. Die Preisunterschiede an verschiedenen Märkten existieren also nicht nur für kurze Zeit, sie sind auch sehr gering.  Zur Gewinnerzielung muss die Differenz zwischen den Kursen verschiedener Märkte größer sein als die Transferkosten. Gewinne liegen im Allgemeinen nur im unteren Promille-Bereich. Darum macht der Arbitrage-Handel im Allgemeinen nur Sinn, wenn man mit großen Einsatz von finanziellen Mitteln handelt.

Arbitrage als Privatperson

Da Arbitrage nur Sinn macht, wenn man in sehr hohen Maßstab handelt, ist sie in den meisten Fällen für Privatpersonen nicht oder nicht effektiv umsetzbar. Teilweise trifft man auf Angebote, die auch Privatpersonen eine Beteiligung am Arbitrage-Handel anbieten, wobei man in diesem Fall ja nicht selbst handelt, sondern sein Geld für Arbitrage zur Verfügung stellt. Wie bei jeder Art von Investitionen, sollte man sich den Anbieter genau ansehen, da es auch in diesem Bereich immer wieder schwarze Schafe gibt.

Risiko beim Arbitrage

Im Gegensatz zum risikobehafteten spekulativen Handel, bei dem immer auch die Möglichkeit eines Verlustes besteht, ist bei der Arbitrage die Erzielung eines Arbitragegewinnes sicher. Diesen sicheren Arbitragegewinn nennt man „Free lunch“.

Steuerlicher Aspekt beim Arbitrage

In Deutschland gilt Gewinn aus Arbitrage als Spekulationsgewinn nach § 23 Einkommensteuergesetz  (EStG) und ist dementsprechend zu versteuern.

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