Online-Investitionen

Online-Investitionen

Angebote zu Online-Investitionen sind oft verlockend, besonders wegen sehr hoher Rendite-Versprechen.

Viele im Internet angebotene Verdienstmöglichkeiten, erfordern, dass man zunächst einmal selbst Geld in die Hand nimmt und dieses anlegt. Die Bereitschaft dazu wird im Allgemeinen mit extrem hohen Rendite-Versprechen erzeugt.

Investitionen und hohe Renditen

Investitionsangebote, die sich an Kleinanleger richten, sind nicht selten im Internet. Meist bieten die dazugehörigen Webseiten einen Login-Bereich, über den man nach einem einfach zu durchlaufenden Registrierungsprozess Anweisungen für Einzahlungen erhält und manchmal zu einem Zahlungsprozessor weitergeleitet wird.

Unrealistisch hohe Renditen

Viele dieser Angebote bieten sehr hohe Renditen. Nur sehr selten handelt es sich aber um unseriöse Angebote. Oft steckt nicht ein junges Unternehmen mit einem gewinnträchtigen Konzept dahinter, sondern ein Schneeballsystem, das Geld einsammelt und die Mehrheit der Einzahlenden um dieses Geld betrügt.

Warum sich hinter hohen Rendite-Versprechen meist Betrug verbirgt

Wenn online für Investitionen Renditen von 1% monatlich, 1% wöchentlich oder gar zwischen 1% und 5% täglich angeboten werden, sollten alle Alarmglocken läuten. Oft geben sich die Anbieter als seriöse, aufstrebende Unternehmen mit hohem Finanzbedarf aus, mit professionell wirkender Webseite und einer auf Bildern dargestellten Kulisse einschließlich Empfangshalle mit Firmenlogo. Der hohe Finanzbedarf wird mit rasanten Wachstum und Expansion begründet. An diesem Wachstum wolle man Kleininvestoren beteiligen und bietet ihnen deshalb die Möglichkeit beliebige Beträge zu investieren. Dazu werden gern Renditen im Bereich von 12% jährlich (1% monatlich), über 52% jährlich (1% wöchentlich) bis hin zu 365 oder gar 1.825% jährlich (1-5% täglich) versprochen oder in Aussicht gestellt. Während ja 12% durchaus noch nahe dem realistisch möglichen zu sein scheinen, wären das doch schon Traumrenditen. Auch sie sind kaum glaubhaft. Allerdings bieten die meisten Anlagemöglichkeiten dieser Art auch die höheren Renditen um die 1% täglich und mehr. Das kann nicht real sein und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Zinszahlungen im Bereich von 365% bis 1.825% p.a. würden jedes Unternehmen ausbluten und ruinieren.
  2. Banken vergeben bei der derzeitigen Zinssituation Kredite an Unternehmen für 2% p.a. Wenn das anfragende Unternehmen tatsächlich rosige Zukunftsaussichten bietet und ein rasantes Wachstum plausibel machen kann, sogar mit Kusshand.

Warum sollte ein Unternehmen statt 2% p.a lieber 1825% p.a. für geliehenes Geld bezahlen? Ja warum sollte es selbst 12% p.a. bezahlen, wenn es das Geld auch für 2% p.a. bekommen kann? Und warum sollte es sich den hohen Verwaltungsaufwand ans Bein binden, den die Beschaffung von Geldmitteln von Kleinanlegern mit sich bringen würde? Man denke nur mal an die Verwaltung Tausender, am Programm teilnehmender Mitglieder, der Einzahlungen, der Auszahlungen, dem Support und der Beantwortung von Anfragen. Dafür gibt es keinen Grund. Eine Banl gibt das Geld bequem und unkompliziert, billig, ohne einen besonderen Aufwand für das Unternehmen. Und genau diesen Weg wird ein seriöses Unternehmen doch eher gehen, als den zuvor genannten teuren.

Mal angenommen, das Unternehmen begründet den Weg der Geldbeschaffung damit, dass es von Banken kein geld bekommt. Ja dann sollte man als Anleger erst Recht die Finger von diesem Angebot lassen. Denn Banken wollen Geld verleihen, das ist ihr Geschäft. Verweigern sie einem Unternehmen einen beantragten Kredit, hat das im Allgemeinen gute Gründe.

Finanzdienstleistungen genehmigungspflichtig

In fast allen Ländern Europas und auch in Amerika sind Finanzdienstleistungen genehmigungspflichtig. Zuständig für Genehmigung und Überwachung sind die Finanzmarktaufsichtsbehörden der jeweiligen Staaten. in Deutschland ist das Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Bafin  ist eine rechtsfähige Bundesanstalt, die der dem Bundesministeriums für Finanzen untersteht. Ihren Sitz hat die BaFin in Frankfurt am Main und Bonn. Die Webseite: BaFin

Finanzdienstleistungen ohne Genehmigung

Wer Finanzdienstleistungen ohne die erforderlichen Genehmigungen anbietet, hat im Allgemeinen auch keine Aussicht eine solche Genehmigung zu erhalten. Und das hat dann auch seine Gründe. Selbstverständlich verstößt jeder, der so handelt gegen geltende Gesetze und Rechtsvorschriften. Demzufolge sollte man von Investitionen bei Unternehmen, die keine solchen Genehmigungen vorweisen Abstand nehmen.

Firmensitz im Ausland

Wer nun glaubt, ein Unternehmen, dass als Unternehmenssitz Hongkong oder Panama gewählt hat, bräuchte ja keine Genehmigung der BaFin, der irrt. Zumindest wenn dieses Unternehmen in Deutschland Finanzdienstleistungen anbieten möchte braucht es diese Genehmigung.

Vorsicht bei Online-Investments

Generell ist äußerste Vorsicht angebracht, wenn es darum geht, Geld im Internet zu investieren. Das gilt ganz besonders dann, wenn hier genannte Kriterien zutreffen.

Artikel zu Anbietern

In dieser Rubrik veröffentlichen wir Artikel zu und bekannt gewordenen Angeboten, in denen wir diese bewerten und auf Plausibilität untersuchen.

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