Questra AGAM – Keine BaFin-Erlaubnis, keine Anträge

Questra AGAM kein BaFin Antrag

Questra AGAM kein Antrag auf Genehmigung bei der BaFin

Die Questra Holdings Inc (kurz Questra) und die Atlantic Global Asset Management (kurz AGAM) behaupten, bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Genehmigung für das Erbringen von Finanzdienstleistungen in Deutschland nach § 32 Absatz 1 Kreditwesengesetz (KWG) beantragt zu haben. Das Beantragen einer solchen Genehmigung haben Questra und AGAM ja bereits vor einiger Zeit angekündigt. Nun behaupten sie den Antrag bereits gestellt zu haben. Bereits in unserem Artikel vom 27. August 2016 mit dem Titel Questra – Erste Einschätzung: Seriös oder SCAM wiesen wir darauf hin, dass Questra keine Genehmigung der BaFin für das Erbringen von Finanzdienstleistungen vorweisen könne.

Die Behauptung seitens Questra und AGAM, man würde später eine solche Genehmigung einholen, haben wir schon in unserem eben erwähnten Artikel vor einem Jahr angezweifelt. Inzwischen behaupten Questra und AGAM, einen solchen Antrag bereits gestellt zu haben.

BaFin: Keine Anträge eingegangen

Heute, am 27. Juli 2017 gab die BaFin bekannt, dass weder von der Questra Holdings Inc noch von der Atlantic Global Asset Management ein solcher Antrag eingegangen ist. In der Bekanntmachung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter dem Titel Atlantic Global Asset Management / Questra Holdings Inc: Keine Anträge für „Bankenlizenz“ heißt es wörtlich:

Zwei Unternehmen, die unter den Namen „Atlantic Global Asset Management“ und „Questra Holdings Inc“ firmieren, behaupten, bei der BaFin eine Erlaubnis für das Erbringen von Finanzdienstleistungen in Deutschland nach § 32 Absatz 1 Kreditwesengesetz (KWG) beantragt zu haben.

Die entsprechenden Anträge liegen der BaFin jedoch nicht vor.

Hier der Link zur Bekanntmachung der BaFin:
Atlantic Global Asset Management / Questra Holdings Inc: Keine Anträge für „Bankenlizenz“

Keine Auszahlungen in mehr als 10 Ländern

Inzwischen zahlt Questra in mehr als 10 Ländern, darunter Deutschland kein Geld an seine Mitglieder aus. Das wird unter anderem damit begründet, dass man auf Genehmigungen der jeweils zuständigen Finanzaufsichtsbehörden, wie es im Fall von Deutschland die BaFin ist, wartet. Nun, wenn man gar nichts beantragt hat, kann man wohl bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten. Und genau das ist ja die Taktik vieler Schneeballsysteme, die kollabieren. Gründe finden, weshalb man (angeblich temporäre) nicht auszahlt und die Wiederaufnahme der Auszahlungen in einer unbestimmten Zukunft anzukündigen.

Finanzmarktaufsichtsbehörden anderer Länder zu Questra und AGAM

Andere Finanzmarktaufsichtsbehörden gehen noch weiter. So warnt die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein vor Questra und AGAM und erklärt, beide hätten keine Genehmigung der Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein und dürfen keine spezialgesetzlichen Finanzdienstleistungen anbieten. Wir berichteten hierzu in einem Artikel vom : Verbot von Questra – FMA Liechtenstein warnt

Die Zukunft von Questra und AGAM

Eine solche Zukunft dürfte es nicht geben. Questra und AGAM sind am Ende und kollabieren. Die Auszahlungen werden in immer mehr Ländern eingestellt. Zwar setzt man seitens der Betreiber auf Zeitgewinn, aber das ist auch ein übliches Vorgehen von Schneeballrollern und Ponzi-Bossen das bereits eingeläutete Ende ihres Scheeballsystems auch nach Auszahlungsstopp noch so lange wie möglich leugnen. Denn so kann man zum einen intern die Gelder verschieben und in Sicherheit bringen und zum Anderen immer noch neues Geld einsammeln. Ja richtig, auch wenn es schon düstere Zeichen gibt, finden sich immer noch Menschen, bei denen die schlechten Nachrichten nicht angekommen sind und die noch Geld einzahlen.

Schamlose Nutznießer der Situation

Selbst aus einer Situation wie der bei Questra und AGAM, versuchen ein paar besonders gewissen- und skrupellose Zeitgenossen noch ihren Profit zu schlagen. So bieten sie den Mitgliedern, welche das Ende erkennen und keine oder kaum Hoffnung auf eine Genesung von Questra haben, den Kauf ihres Guthabens zu 15% des Nennwertes an. Besonders gutgläubigen wird dieses Guthaben dann für 50% des Nennwertes weiterverkauft. So verdienen einige auch noch am Zusammenbruch. Hier tut sich ein gewisser Eugen Kuschtan hervor, der eben diese Kauf und Verkaufsangebote macht. Dazu liegt uns ein Youtube-Video von ihm vor. Ein Risiko wird er dabei eher nicht eingehen, denn er wird immer nur so viel Guthaben der Hoffnungslosen kaufen, wie er von den Hyper-Optimisten bereits bezahlt bekommen hat.

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1 Antwort

  1. Marvin sagt:

    Nachdem in 13 Ländern nicht mehr ausgezahlt wird, immer noch zu sagen, „Ich glaube an Questra“, ist schon mehr als naiv.

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