Plus Token Anzeige erstatten – Strafverfolgung und Schadenersatzforderungen

Plus Token Anzeige

Plus Token Anzeige – Vertriebspartner dürfen sich möglicherweise demnächst über unerwarteten Besuch freuen.

Während von hartgesottenen Internetbetrügern und weltfremden Überoptimisten immer noch die Wiederkehr des seit Ende Juni dieses Jahres nicht mehr auszahlenden Ponzi-Systems Plus Token propagiert wird, formieren sich Geschädigte zur Gegenwehr. So kam es bereits zu Strafanzeigen von Plus Token Opfern. Viele Geschädigte planen außerdem Schadenersatz von ihren Sponsoren (die Vertriebspartner, durch die sie geworben wurden) zu fordern.

 

Anzeige gegen Plus Token

Gegen wen konkret Anzeige erstatten?

Da nach geltendem deutschem Strafrecht Strafen nur gegen natürliche Personen verhängt werden können, kann eine Anzeige nicht gegen das Unternehmen Plus Token, sondern müsste gegen dessen Vertreter gestellt werden. Da aber die Plus Token Drahtzieher nicht zweifelsfrei bekannt sind, dürfte hier wohl eine Anzeige gegen Unbekannt angebracht sein. Darüber hinaus könnte es sinnvoll sein, Anzeige gegen den eigenen Sponsor, also die Person von der man geworben wurde, zu erstatten.

Wo kann ich gegen Plus Token Anzeige erstatten?

Strafanzeige in Deutschland

Eine Strafanzeige kann man in Deutschland über jede Polizeidienststelle oder über eine Onlinewache der Polizei im Bundesland in dem man sich aufhält, erstatten. Eine Liste der Onlinewachen der einzelnen Bundesländer findest du unter Online Anzeige in den Onlinewachen der Bundesländer

Strafanzeige in Österreich

Auch in Österreich kann man bei der nächstgelegenen oder bevorzugten Polizeiwache Anzeige erstatten. Darüber hinaus ist dies auf schriftlichem Wege bei Gerichten und Staatsanwaltschaften möglich. Grundsätzlich geben die Landespolizeidirektionen zwar jeweils auch eine E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme an und verbieten es nicht per E-Mail Anzeige zu erstatten, allerdings empfehlen sie ausdrücklich dazu die nächste Polizeidienststelle aufzusuchen.

Strafanzeige in der Schweiz

In der Schweiz nimmt jeder Polizeiposten eine Strafanzeige mündlich oder schriftlich entgegen. Das Erstatten einer Anzeige online ist nach unserem Kenntnisstand derzeit nicht möglich.

Ermittlungen gegen Plus Token Beteiligte

In Deutschland wurde bereits von Geschädigten Anzeige erstattet und Ermittlungen gegen Plus Token und Beteiligte aufgenommen. Diese laufen unter folgendem Aktenzeichen:

AZ 190904 – 1500 – 033867
LKA 325 Berlin

Wer selbst Anzeige erstattet, sollte dabei unbedingt das genannte Aktenzeichen mit angeben.

Plus Token Opfer organisieren sich

Betroffene suchen

Betroffene suchen andere Betroffene

Viele Betroffene verspüren den Wunsch gegen Vertriebspartner von Plus Token Anzeige zu erstatten, auch den sich zu organisieren um sich mit Leidensgenossen zu beraten und sich auszutauschen. Wer als Opfer den Kontakt zu anderen Opfern sucht, wird demnächst die Möglichkeit dazu haben. Wir bieten den betroffenen einen Kanal für den Austausch untereinander. Anlaufstelle ist dieser Thread unserem Forum:

Plus Token Opfer gesucht

Bei entsprechender Resonanz werden wir einen abgeschlossenen Bereich schaffen, in den nur verifizierte Personen Zugang haben, damit die Betroffenen sich ungestört und ohne von Tätern belauscht zu werden austauschen können.

Teilweise suchen Betroffene auch andere Betroffene über klassische Medien, wie im Bild zu sehen. In diesem Beispiel wurde eine Chiffreanzeige in „Kümmels Anzeiger“ aufgegeben. Dieser erscheint im Raum Erkner, Woltersdorf, Rüdersdorf, Schöneiche, Grünheide (Mark) und wendet sich an Plus Token Opfer aus diesem Gebiet.

Schadenersatz fordern

Auch ein zivilrechtliches Vorgehen in Form einer Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen kann sinnvoll sein. Dieses hätte die Rückerstattung des verloren gegangenen Geldes zum Ziel. Dafür könnte im Rahmen einer Beraterhaftung der eigene Sponsor (die Person, durch die man geworben wurde), aber auch dessen Upline (die Personen, die in der Hierarchie über dem eigenen Sponsor stehen), infrage kommen. Zur Klärung der Frage ob und gegen wen Schadenersatzforderungen zu stellen sind, ist es sinnvoll, einen Anwalt zurate zu ziehen. Spätestens dann, wenn man bei Gericht Klage einreichen möchte, wäre eine anwaltliche Vertretung ohnehin obligatorisch.

Wir sitzen doch alle im selben Boot

Aussagen wie, „Wir sitzen doch alle im selben Boot“ oder „Ich habe doch auch viel Geld verloren“ sind nach einem Exit-Scam von Leadern, Sponsoren, Vertriebspartnern, die das Produkt beworben haben, regelmäßig zu vernehmen. Davon sollten sich Geschädigte nicht täuschen lassen. Gerade professionelle oder semiprofessionelle Networker, wozu auch solche zu zählen sind, die aktiv über Veröffentlichungen im Internet, über YouTube Videos, über ihr Facebookprofil, über Kleinanzeigen Investoren werben, erst Recht solche, die Schulungen, Webinare abhalten, haben für gewöhnlich sehr gut verdient. Je nach Stellung des jeweiligen Vertriebspartners kann dieser mehrere tausend, mehrere zehn- bis hunderttausend oder sogar Millionen an einem Scam verdient haben. Beispielsweise haben die Top-Leader bei dem inzwischen in Auflösung befindlichen Bitclub-Network, bis zu 2 Millionen Euro monatlich verdient. Es gibt kein „Wir sitzen doch alle im selben Boot“! Es gibt die Opfer, die um ihr Geld betrogen wurden und es gibt die Vertriebspartner, die an diesem Verlust partizipierten, indem sie einen großen Anteil des Geldes der Opfer als Provision kassierten.

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Plus Token in unserem Forum

Plus Token Review
Plus Token Opfer wehren sich

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Plus Token Review

 

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7 Antworten

  1. Avatar Simone sagt:

    Danke für die Hilfe und die Ratschläge beim Umgang mit den Internetbetrügern, die als Leader, Sponsoren und Werber arglose Menschen in solche Abzockfallen locken, um dann abzukassieren. Ich werde jedenfalls Anzeige gegen meine gesamte mir bekannte Upline erstatten. Das würde ich auch jedem Anderen empfehlen.

  2. Avatar Anonymous sagt:

    Es ist jeder freiwillig eingestiegen auch die Sponsoren sind betroffen!

  3. Avatar Rainer Winkler sagt:

    Der Artikel ist wirklich eine erfreuliche Meldung! Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass insbesondere bei Harald Anner und Walter Gerhard Piranty endlich mal die Handschellen klicken und sämtliches Vermögen beschlagnahmt wird, welches die beiden Herren mit dem Bewerben zahlreicher illegaler Investment-Systeme in den letzten Jahren erwirtschaftet haben und das Geld den gutgläubigen Opfern bis auf den letzten Cent zurückerstattet wird!

  4. Avatar swissfreak sagt:

    „Strafanzeige in der Schweiz
    In der Schweiz nimmt jeder Polizeiposten eine Strafanzeige mündlich oder schriftlich entgegen. Das Erstatten einer Anzeige online ist nach unserem Kenntnisstand derzeit nicht möglich.“

    JAIN die aussage stimmt nur bedingt da es in der schweiz auch gewisse städte/kantone gibt welche online anzeigen annehmen beispiel meinens wissens zürich und bern … welche alle kann ich keine aussage treffen aber in kleiner anzahl kann man auch online jenach stadt und kanton anzeige erstatten…

    • Avatar Fadri K. sagt:

      „welche alle kann ich keine aussage treffen“

      Wenn du nicht konkret sagen kannst, wo man online Anzeige erstatten kann, solltest du auch nicht die Aussage im Artikel infrage stellen. Und da man auch bei der Schweizer Polizei bei jeder beliebigen Dienststelle Anzeige erstatten kann wäre es ja auch nur logisch, das von überall auch online zu tun. Allerdings konnte auch ich kein Portal finden, welches Online-Anzeigen aufnimmt. Ich habe nach „Online Anzeige Schweiz“ gesucht. Wenn du eine Website der Polizei kennst, auf der man Anzeige erstatten kann, dann raus damit. Wenn nicht, dann ist es wohl doch so, dass es nur mündlich oder schriftlich auf der Wache möglich ist.

      • Avatar swissfreak sagt:

        z.B. hier kann man dass!
        https://www.kapo.zh.ch/internet/sicherheitsdirektion/kapo/de/epolice.html

        UND WAS BRINGT DIR DASS JETZT?!

        ICH BIN EH NICHT BETROFFEN FALLS DU DASS BIST DANN PROBIER MAL!

  5. Avatar Sven Lutz sagt:

    EXW hat seinen Europa HQ in Klagenfurt, mit echtem Büro, mit echten Menschen, die sich auch vor die Kamera trauen. Wäre es nicht vielleicht sinnvoll gewesen für eine objektive Berichterstattung die Leute zu einem Interview zu bitten, damit sich eure Leser auch einen objektiven Eindruck davon machen können?
    Phrasen wie „an den Haaren herbeigezogen“, „allem Anschein nach“, „seltsamerweise“, “ es wirk fast so“, „extrem ungewöhnlich“, „angeblich“, „unglaubwürdig“ gehören nicht in einen objektiven Artikel.

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