Mind Capital Preview – Scam & Betrug oder seriöses Rendite-Wunder?

Mind Capital Ponzi Scam Check

Mind Capital in unserem Ponzi Scam Check Preview

In den letzten Wochen und Monaten haben sich verschiedene Krypto- oder Finanzmarkt-Unternehmen, die Privatanlegern exorbitante Renditen versprachen und von uns größtenteils als Scam, Betrug, Ponzi Schema oder Schneeballsystem eingeschätzt wurden, vom Markt verabschiedet oder befinden sich derzeit in der Verfallsphase, in der die Auszahlungen eingestellt wurden oder nur noch vereinzelt erfolgen. Beispielgebend hierfür sind Namen wie BitClub Network, Plus Token, Cloud Token, CMC Invest, Minerva Trading Bot und weitere. Mind Capital versucht diese Lücke zu schließen, indem es sich als die erste Krypto-Fiat Plattform der Welt präsentiert und mit einem erstaunlichen Renditeversprechen aufwartet. Was es damit auf sich hat, versuchen wir in diesem Mind Capital Preview zu klären.

 

Was ist Mind Capital und wer steckt dahinter

Mind Capital Website

Die Website von Mind Capital finden wir unter der Domain mind.capital. Auf der Suche nach einem Impressum stoßen wir ganz unten auf der Seite auf „Legal notice“, wo man so etwas wie ein Impressum vermuten könnte, werden aber enttäuscht. Hier finden sich so etwas wie die Geschäftsbedingungen, wenn wir die hinter dem Link verborgene PDF-Datei in spanischer Sprache richtig verstehen. Angaben zu den für die Website Verantwortlichen suchen wir vergebens.

Unternehmensanschrift

Eine Unternehmensanschrift wird auf der Website nicht genannt und es ist uns auch keine bekannt. Und das, obwohl laut „Road Map“ im Dezember 2019 in Madrid Büros eröffnet worden sein sollen. Ein Unternehmen ohne Anschrift? Es wundert und ehrlich gesagt nicht.

Unternehmensform, Firmenregistrierung

Die Frage nach der Registrierung des Unternehmens und der Rechtsform kann man mit wenigen Worten beantworten: nicht vorhanden bzw. nicht bekannt. Dazu macht Mind Capital keine Angaben.

Das Mind Capital Team

Wenn wir auch unter „Legal notice“ keine konkreten Angaben zur Unternehmensführung bzw. für die Website mind.capital Verantwortlichen oder eine Unternehmensadresse finden, ist ein Name der auf der Startseite genannt wird, nicht zu übersehen. Dabei handelt es sich um Gonzalo García-Pelayo, der als Kopf hinter und über Mind Capital angegeben wird. Scrollen wir noch weiter runter, finden wir direkt unterhalb der FAQ ebenfalls Gonzalo García-Pelayo und drei weitere Personen.

Genannt werden:

  • Gonzalo García-Pelayo – CEO
  • Thomas Brown – Krypto-Analyst
  • Linda Miller – Chefentwicklerin
  • John White – Programmierer
Das Team von Mind Capital

Das Team von Mind Capital (inzwischen von der Mind Capital Website entfernt)

Nachtrag: Zum Zeitpunkt der Fertigstellung unseres Artikels, war die Übersicht der Teammitglieder nicht mehr online. Aus welchem Grund sie wohl entfernt wurde?

Gonzalo García-Pelayo – Der CEO

Der CEO Gonzalo García-Pelayo ist ein mittelmäßig erfolgreicher spanischer Musiker und Regisseur. Relativ bekannt wurde er aber dadurch, dass er in den 90er Jahren eine Möglichkeit praktizierte, im Casino beim Roulette die Bank zu schlagen. Diese Möglichkeit basierte auf der Beobachtung, dass an Roulettetischen bestimmte Zahlen häufiger fallen, als andere. Dies wird durch kleine Ungenauigkeiten am Roulette-Rad verursacht. Hatte man durch Beobachten die etwas häufiger fallenden Zahlen ermittelt, konnte man an betreffenden Tisch langfristig erfolgreich spielen und gewinnen.

Die letzten Jahre soll Gonzalo García-Pelayo damit verbracht haben, eine Möglichkeit auszutüfteln, wie man durch Arbitrage Handel mit Kryptowährungen hohe Gewinne erzielt. In einem YouTube-Video redet er über Blockchain und Kryptowährungen, allerdings auf Spanisch. Aus unserem Team spricht leider niemand spanisch, allerdings konnten wir uns nicht des Eindrucks erwehren, dass der Herr im Video nichts von dem versteht, worüber er da redet. Spanische YouTuber schafften allerdings Aufklärung und wir erfuhren, dass der Herr, der da als Gonzalo García-Pelayo vor der Kamera erzählte, offensichtlich keine Ahnung von der Materie hat. Insgesamt kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich lediglich um einen Strohmann handelt, der gegen Bezahlung einen bekannten Namen repräsentiert um so Vertrauen bei Anlegern zu schaffen.

Das angebliche Konzept hinter Mind Capital

Als Geschäftsfeld gibt Mind Capital den Arbitrage Handel mit Kryptowährungen an. Dazu muss der Anleger mindestens 100 USD anlegen, als Höchstsumme sind 100.000 USD angegeben. Also mal wieder Arbitrage Handel mit hohen Renditeversprechen? Sehen wir uns die Aussagen zur Rendite mal an.

Die Mind Capital Rendite

Als Rendite werden 0,5 bis 1,5 % je Tag angegeben, wobei hier Wochentage gemeint sind. An Wochenend- und Feiertagen gibt es keine Rendite. Das verwundert etwas, da ja Kryptowährungen an jedem Wochentag gehandelt werden können. Aber möglicherweise sind die Gründer mit diesem Umstand nicht vertraut. Und vielleicht müssen sie das auch gar nicht wissen, wenn sie ohnehin nicht traden und lediglich Geld einsammeln und ein Schneeballsystem betreiben. Nichtsdestotrotz sind diese Renditen unrealistisch hoch und ein klares Indiz dafür, dass hier bestenfalls in ganz kleinem Umfang so etwas wie ein Alibi-Trading praktiziert wird und das Schneeballsystem das eigentliche Konzept ist.

Der Mind Capital Marketingplan

Der Marketingplan sieht Gesamtrenditen in Höhe von bis zu 30 % über 10 Ebenen vor.

Stufe   1  –  8 %  Provision – Mindesteinlage       100 USD

Stufe   2  –  4 %  Provision – Mindesteinlage       100 USD

Stufe   3  –  3 %  Provision – Mindesteinlage     5.000 USD

Stufe   4  –  3 %  Provision – Mindesteinlage     5.000 USD

Stufe   5  –  2 %  Provision – Mindesteinlage   15.000 USD

Stufe   6  –  2 %  Provision – Mindesteinlage   15.000 USD

Stufe   7  –  2 %  Provision – Mindesteinlage   50.000 USD

Stufe   8  –  2 %  Provision – Mindesteinlage   50.000 USD

Stufe   9  –  2 %  Provision – Mindesteinlage 100.000 USD

Stufe 10  –  2 %  Provision – Mindesteinlage 100.000 USD

Mind Capital über sich selbst

Mind Capital selbst behauptet von sich, die erste Krypto-Fiat-Plattform der Welt zu sein. Das Unternehmen lobt sich in einer Unterüberschrift weiter:

Ein System mit hoher Rentabilität, das jedem zur Verfügung steht. Endlich eine revolutionäre Form der Investition in Krypto-Assets mit Hilfe von Experten.

Quelle: mind.capital Startseite (Übers. aus d. engl.)

Revolutionär wirkt hier auf uns bisher nichts, aber sehen wir weiter.

Falsche Behauptungen

Wenn Mind Capital behauptet, die erste Krypto-Fiat-Plattform zu sein, dann ist das in mehrerlei Hinsicht falsch. Es gibt viele Krypto-Plattformen, auf denen man Kryptowährung mit Fiatgeld kaufen kann. Außerdem ist diese Behauptung schon deshalb falsch, weil man auf Mind Capital weder Fiatgeld einzahlen noch auszahlen kann. Angeblich soll sich das in Zukunft ändern, aber mit dem, was bei solchen Unternehmen für die Zukunft vorhergesagt wird, muss man vorsichtig sein. Oft erleben die Unternehmen diese Zukunft nämlich gar nicht mehr.

Genehmigungen von Finanzmarktaufsichten

Es liegen keinerlei Genehmigungen irgendwelcher europäischen Finanzmarktaufsichten vor. Für Deutschland dürfte eine Erlaubnis der BaFin zum Erbringen von Zahlungsdiensten nach § 10 Absatz 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) unbedingt erforderlich sein, u.U. aber auch noch eine zum Betreiben von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen nach § 32 Absatz 1 Kreditwesengesetz (KWG). In Österreich liegt der Fall ganz ähnlich. Damit ist klar, dass Mind Capital weder in Deutschland noch in Österreich Kundengelder, auch nicht in Form von Kryptowährungen annehmen und verwalten darf. Ebenso ist es Vertriebspartnern nicht erlaubt, Deutsche oder Österreichische Kunden zu werben bzw. ihnen das Angebot von Mind Capital zu empfehlen. Da viele Vertriebspartner diesbezüglich hier immer noch falsche Auffassungen vertreten, sei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hingewiesen, dass für die Frage, ob ein Verstoß gegen deutsches Recht vorliegt oder nicht, nicht der Sitz des betreffenden Unternehmens relevant ist, sondern der Wohnort der Kunden.

Mind Capital Vertriebspartner

Hier möchten wir wieder einige Vertriebspartner und Leader aufzählen, die als solche für den Nachschub an neuen Investoren sorgen. Die Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird nach und nach unregelmäßig ergänzt.Enttarnt und gebannt?

Waldemar Gutzeit

Waldemar Gutzeit ist als Vertriebspartner verschiedener, von uns als Betrug, Schneeballsysteme bzw.Ponzi Schemata bewerteter Angebote in Erscheinung getreten. Auffällig dabei ist, dass er Kritiker bzw. deren Veröffentlichungen auf regelmäßig attackiert, was auf einem rhetorisch sehr niedrigen Niveau geschieht. Im Bild rechts ein Screenshot, der sehr schön veranschaulicht, wie Herr Gutzeit tickt. Dabei ging es um das von ihm beworbene und inzwischen mit den Anlegergeldern verschwundene Betrugssystem Cloud Token. Auf die darin angekündigte „Sammelanzeige“ warten wir übrigens immer noch. Das heißt, wirklich gewartet haben wir darauf natürlich nie.

Bei den von ihm beworbenen Unternehmen und deren Angeboten hingegen, lobt er regelmäßig deren Seriosität und Transparenz. Nach deren Exit Scam zieht er es entweder vor, sich gar nicht mehr zu äußern oder hervorzuheben, dass er ja auch nur ein ganz „einfaches“ Mitglied war. Das dürften viele der von ihm Geworbenen und um Ihr Geld gebrachten aber durchaus anders sehen.

CNMV: Mind Capital nicht registriert

Spanische Finanzmarktaufsicht „Nationale Wertpapiermarktkommission“ (Comisión Nacional de Mercado de Valores) CNMV warnt vor Mind.Capital

Spanische Finanzmarktaufsicht warnt die Öffentlichkeit vor Mind.Capital

Update 14. Januar 2020 – Die Spanische Finanzmarktaufsicht Nationale Wertpapiermarktkommission (Comisión Nacional de Mercado de Valores) CNMV hat gestern eine Warnmeldung zu Mind.Capital herausgegeben. Darin wird darauf hingewiesen, dass es sich bei Mind Capital um eine nicht registrierte Firma handelt und selbstverständlich keine Erlaubnis zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen oder zur Anlageberatung hat.

Im Folgenden der Wortlaut der Warnmeldung in englisch:

CNMV ISSUES WARNING TO THE PUBLIC ON UNREGISTERED FIRM

Pursuant to the second paragraph of Article 17 of the Securities Markets Law (recast text approved by Royal Legislative Decree 4/2015, of 23 October), the Comisión Nacional del Mercado de Valores(National Securities Market Commission) warns that: https://mind.capital MIND.CAPITAL is not authorisedto provide the investment servicesdetailed in Article 140 of the Securities Markets Law, which include investment advice, or to provide the auxiliary services detailedin letters a), b), d), f) and g) of Article 141 of the said Law in relation to the financial instruments detailed in Article 2 of the said Law, including, for those purposes, foreign currency transactions; and is not authorized to perform the activities reserved for collective investment institutionsdetailed in paragraph 1 of Article 1 of Law 35/2003, of 4November, on Collective Investment Institutions.

Quelle: https://www.cnmv.es/Portal/verDoc.axd?t={cce2da23-b789-447a-818d-dca295ff8e42}

 

Mind Capital – Fazit

So wirklich stimmt bei Mind Capital nichts. Der CEO ist was Network Marketing und Kryptowährungen angeht, derart unbedarft, dass man sich ernsthaft fragt, ob da nicht nur ein Strohmann mit bekannten Namen, wenn nicht sogar ein Strohmann mit Ähnlichkeit zur Person mit bekannten Namen eingesetzt wurde. Eine fehlende Büroanschrift, fehlende Informationen zu Unternehmensform, Unternehmensregistrierung und schlussendlich das Fehlen jeglicher Genehmigungen von zuständigen Finanzmarktaufsichten, insbesondere derer für den Raum D-A-CH, legen nahe, dass hier nicht etwa ein seriöses Unternehmen am Start ist, sondern vielmehr ein Konstrukt, dem ein Schneeballsystem zugrunde liegt.  Mind Capital ist offensichtlich nichts anderes als ein weiterer Krypto-Betrug, der fälschlich behauptet externen Arbitrage-Handel zu betreiben und Anlegern damit Renditen in Höhe von 0,5 bis 1,5 % pro Tag verspricht.

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5 Antworten

  1. Avatar Leon sagt:

    Ein sehr gut recherchierter Artikel, einfach Top. Ihr habt hier alle wesentlichen Informationen zusammengetragen und klar gemacht, dass es sich bei Mind Capital nicht um ein reales Unternehmen, sondern vielmehr um ein Betrugsgebilde handelt, dass ganz klar einen Betrug plant. Die Lebensdauer für Mind Capital wird wohl einige Wochen bis wenige Monate nicht übersteigen. Hier verlieren vermutlich schon die frühesten Einzahler ihr Geld.

  2. Avatar Stephi sagt:

    schlecht recherchiert, ein bisschen genauer hätte man schon hinsehen können, vor allem wenn man sich als „Scam-Warner“ Traffic holt um die eigenen Artikel besser zu verkaufen 😉

    • Avatar Werner Junke sagt:

      Schlecht recherchiert? Ich denke, wäre der Artikel schlecht recherchiert, käme er zu falschen Ergebnissen. Kommt er aber nicht. Das wird eben zum einen durch die leicht nachprüfbaren Aussagen klar und zum zweiten dadurch, dass du diese Aussagen nicht widerlegen kannst. Denn könntest du es, würdest du das ja auch tun, weil du damit den dir so verhassten Artikel faktisch dumm dastehen lassen und für den Scam unschädlich machen könntest. Die Wahrheit ist doch die, dass du als Vertriebspartner sauer bist, dass sich aufgrund dieses Artikels nun kaum noch ein Dummer finden wird, der sein sauer verdientes Geld da rein steckt. Das wiederum bedeutet, dass du keine Provisionen verdienst. Pech gehabt. 😉

  3. Avatar Bikercop sagt:

    Also ich weiss nicht..
    Am Wochenende wird nicht getradet, da der Forex Handel am Wochenende nicht läuft. Daher finde ich Ihre Aussage, dass nur Mo.-Fr. getradet wird, als mysteriöse Kritik.

    Das Unternehmen soll sich noch in der Registrierungsphase befinden, daher wohl auch die fehlenden Angaben oder Zulassungen.

    Zusätzlich ist Ihre Seite überhäuft mit werbelinks.. Schon komisch. Scam Suchbegriffe in den Suchmaschinen sorgt immer für guten Traffic. Und diese Seite scheint nur darauf aufgebaut zu sein.

    Ob nun das Invest seriös ist oder nicht, können wir doch erst später, nach Registrierung und den Anträgen, beurteilen.

    • geldthemen sagt:

      Das Unternehmen soll sich noch in der Registrierungsphase befinden, daher wohl auch die fehlenden Angaben oder Zulassungen.

      Die Website ist online, das Angebot wird von Vertriebspartnern mit Eifer beworben, ja für Großanleger und „Experten“ läuft das Ganze (angeblich) schon seit September. Das Unternehmen, welches allem Anschein nach (noch) gar kein Unternehmen ist, ist bereits seit längerem aktiv und sammelt bereits seit längerem Geld ein. Wie kann man überhaupt nur auf die Idee kommen, die bräuchten erst irgendwann mal in der Zukunft eine Firma registrieren, eine Unternehmensanschrift angeben, sich Genehmigungen von den Finanzmarktaufsichtsbehörden holen. Das ist eine vollkommen abstruse Vorstellung, auch wenn wir das im Zusammenhang mit unseriösen Angeboten gewohnt sind. Davon mal ganz abgesehen… Glauben sie ernsthaft, dass Mind Capital die „fehlenden Zulassungen“, die sie versuchen damit zu erklären, dass das Unternehmen sich noch in der „Registrierungsphase“ befände, jemals bekommen wird? Wir reden hier von der Erlaubnis der jeweils zuständigen Finanzmarktaufsichtsbehörden. Wir glauben das ganz und gar nicht. Im Gegenteil, wir sind davon überzeugt, dass Mind Capital nicht die geringste Chance hat diese Genehmigungen zu erhalten. Das wissen die Drahtzieher hinter Mind Capital selbstverständlich auch ganz genau.

      Am Wochenende wird nicht getradet, da der Forex Handel am Wochenende nicht läuft. Daher finde ich Ihre Aussage, dass nur Mo.-Fr. getradet wird, als mysteriöse Kritik.

      Wo ist denn bei Mind Capital von Forex Handel die Rede? Schon die Unterüberschrift der Mind Capital Website lautet:

      „A high profitability system available to everyone. Finally, a revolutionary form of crypto-asset investment with the help of experts.“

      Weiter heißt es:

      „After several years researching blockchain technology, we are able to study in real time the evolution of the main crypto-assets and their sale price in different currencies and find the optimum moments to buy and sell.“

      Klar so weit? Wir sind mehr als verblüfft, dass Sie offensichtlich trotz Ihres Engagements für Mind Capital und Ihres Eifers beim Versuch, unseren Artikel unglaubwürdig erscheinen zu lassen, nicht mal über das Geschäftsfeld von Mind Capital informiert sind. Allerdings zeigt uns die Erfahrung, dass dies für viele Vertriebspartner auch eine ganz untergeordnete Rolle spielt, ganz besonders dann, wenn es sich bei dem Objekt um ein Schneeballsystem handelt, welches das angebliche Geschäftsfeld ohnehin nicht besetzt, sondern nur zur Tarnung nennt.

      Im Übrigen haben wir den Umstand, dass am WE nicht gehandelt wird auch nicht expliziert kritisiert, sondern vielmehr unsere Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht.

      Kommen wir nun noch zu Ihrem Vorwurf übermäßiger Werbung innerhalb unserer Artikel.

      Zusätzlich ist Ihre Seite überhäuft mit werbelinks.. Schon komisch.

      Oh ja, sehr komisch… Und mysteriös. Haben Sie in den letzten Jahren mal den Fernseher eingeschaltet. Ist ihnen dabei vielleicht auch aufgefallen, dass insbesondere Privatsender mehr oder weniger häufig Werbespots laufen lassen? Haben sie vielleicht schon mal einen Online-Artikel auf der Website eine großen deutschen Magazins, wie zum Beispiel Spiegel Online oder Focus Online gelesen? Ich habe in beiden Online-Magazinen mal jeweils einen Artikel aufgerufen und die Zahl der dort geschalteten Anzeigen ermittelt.

      – Im Spiegel-Online Artikel sind es insgesamt 8
      – Der Artikel bei Fokus Online beherbergt ganze 28 Anzeigen (zugegebenermaßen die meisten davon unterhalb des eigentlichen Artikels)

      Nun zähle ich mal die Anzeigen in unserem Artikel zu Mind Capital. Es sind ganze 4! Jeweils eine in den Seitenleisten links und rechts, eine unterhalb des eigentlichen Artikels und eine innerhalb des Artikeltextes, zwischen Einleitung und Inhaltsverzeichnis. Die Störung des Leseflusses dürfte sich also in Grenzen halten.

      Scam Suchbegriffe in den Suchmaschinen sorgt immer für guten Traffic. Und diese Seite scheint nur darauf aufgebaut zu sein.

      Ist das so? Haben Sie da Erfahrungswerte oder womöglich sogar Auswertungen von Statistiken? Nein? Wir schon. Nun wollen wir nicht abstreiten, dass wir ein grundsätzliches Interesse daran haben, möglichst viele Leser anzuziehen und möglichst auch zu binden. Das ist wohl das Ziel eines jeden Medienunternehmen. Es wäre ja auch absurd, würden wir über Themen schreiben, die niemanden interessieren. Also spielt bei der Themenauswahl das von uns angenommene öffentliche Interesse eine große Rolle. Nun haben wir rund 12.000 Abonnenten, man kann auch Stammleser sagen, die mehr oder weniger häufig unser Magazin und/oder unser Forum besuchen. U.a. von diesen erhalten wir auch Themenwünsche oder Anfragen. Das beeinflusst selbstverständlich auch unsere Themenauswahl. Kurz, wie greifen Themen auf, von denen wir ein großes öffentliches Interesse und damit viele Leser erwarten und berücksichtigen dabei auch die Wünsche unserer Leser. Das alles bedingt, den relativ hohen Anteil an aufklärenden Artikeln zum Thema Scam und Betrug.

      Betrachten wir diesen Umstand aber aus wirtschaftlicher Sicht, ist das beinahe eine Katastrophe. Man möge sich einfach mal die Frage stellen, welcher Werbetreibende seine Anzeigen besonders gern in Artikeln zum Thema Scam und Betrug schalten möchte. Ja natürlich, die gibt es auch. Allerdings drückt die Thematik Seiten- und Impressionen-RPM drastisch nach unten, sprich es werden nur sehr billige Anzeigen geschaltet. Affiliate Marketing schließt sich in solchen Artikeln fast gänzlich aus. Dazu kommt, dass wir, wenn wir einen Scam in einem Artikel (Teilweise auch in mehreren Artikeln) behandeln, ziehen wir zwar Leser an, allerdings nur für einen recht kurzen Zeitraum. Da die durchschnittliche Lebenszeit eines Scams bis zu dessen Exit-Scam nur einige Wochen bis Monate in seltenen Fällen auch mal wenige Jahre beträgt, ist auch der Zeitraum, an dem ein Artikel dazu Leser anzieht, sehr begrenzt. Ist der Scam weg vom Fenster, interessieren sich kurz darauf auch keine Leser mehr dafür. Dann kommt da auch von den Suchmaschinen niemand mehr.

      Im Gegensatz dazu bringen Artikeln zu Themen wie beispielsweise „SEO“ oder „E-Mail Marketing“ uns möglicherweise nicht ganz die gleichen Leserzahlen in der Spitze, allerdings einigermaßen gleichmäßig viele über einen langen Zeitraum von vielen Jahren. Was aber wirtschaftlich gravierend ist… Hier geschaltete Anzeigen bringen pro Klick ein Vielfaches dessen, was eine Anzeige in einem Artikel zu einem Scam bringt.

      Stünde die Wirtschaftlichkeit, die wir zugegebenermaßen auch im Auge haben müssen, an vorderster Stelle, würden wir definitiv WENIGER Artikel zum Thema Scam und Betrug veröffentlichen und uns lukrativeren Themen zuwenden. Wären wir zusätzlich noch gewissenlos, würden wir statt nach besten Wissen und gewissen über bestimmte Unternehmen zu berichten diese anpreisen und ihre Angebote vermitteln, wie es ja zahlreiche unseriöse Blogger und Websitebetreiber tun. Nur dass wir mit unserer Reichweite einen deutlich höheren Profit erzielen würden als diese.

      Schlusswort

      Diese Zeilen sind zwar die Antwort auf Ihren Kommentar, richten sich aber nicht an Sie, sondern an die Allgemeinheit, damit diese versteht, dass Äußerungen wie Ihre lediglich der Versuch sind, einen gut recherchierten Artikel, der Ihren persönlichen Interessen entgegenläuft, abzuwerten, da sie ihm inhaltlich nichts entgegenzusetzen haben.

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