SkyWay Capital Lügen – Der verstorbene General, die UdSSR und die UN als Investoren

SkyWay Capital Lügen - falsche Investoren

SkyWay Capital Lügen: Investoren, die aus dem Grab heraus in SkyWay investieren?

Das Unternehmen SkyWay Capital gibt viel Material heraus. Angefangen von bunten Bildern, über (animierte) Videos, Verweisen auf Berichte in den Medien, die sich fast immer als Werbevideos in von SkyWay Capital gekaufter Sendezeit herausstellen, bis hin zum Präsentieren von angeblichen Vorverträgen mit einzelnen Staaten, die sich entweder zufällig oder bei genauerer Betrachtung als Luftblasen erweisen… die Liste der SkyWay Capital Lügen ist lang. Einer der vielen Lüge wollen wir uns in diesem Artikel widmen.

Große Persönlichkeiten und Institutionen der UDSSR als SkyWay Investoren

Um SkyWay Capital und sein Investment-Angebot dem “kleinen Mann” glaubhafter zu machen erschien es dem Unternehmen sinnvoll, Großinvestoren zu präsentieren. Dazu mussten mehr oder weniger große Persönlichkeiten als (Groß)Investoren her. Aber woher nehmen, wenn niemand von Rang und Namen bereit ist, in so einen Schmu zu investieren? Kein Problem, dachte man sich bei SkyWay, man könne sich solche Großinvestoren doch einfach selber stricken.

Der auferstandene Gouverneur

SkyWay Capital Unterstützer Lebed

SkyWay vergaß das kleine, aber bedeutende Wort “ehemalige”, da vor ca. 16 Jahren verstorbene Gouverneur, einzufügen.

Nun kann man nicht einfach fälschlich existierende Institutionen oder prominente Persönlichkeiten als Investoren angeben, ohne Gefahr zu laufen, dass diese von der fälschlichen Benennung Wind bekommen und ihr widersprechen. Das wäre peinlich. Was also tun? Wie wäre es mit einem längst verstorbenen russischen Gouverneur und bekannten General, den man wiederauferstehen ließe und als Investor bei SkyWay präsentiert. Immerhin würde ein solcher General von seiner Nennung nichts mehr erfahren und dieser erst Recht nicht widersprechen können. So wurde der am 28. April 2002 verstorbene Alexander Iwanowitsch Lebed kurzerhand zum Investor der erst gute 12 Jahre später, nämlich am 20. November 2014 gegründeten FIRST SKYWAY INVEST GROUP LTD ernannt. Weitere Informationen: Wikipedia: Alexander Iwanowitsch Lebed

Auch in diesem kritischen Video wird auf den Umstand, dass einer der genannten Investoren seit 16 Jahren nicht mehr unter uns weilt hingewiesen (ab 13:30 Min).

SkyWay wiederbelebt die Sowjetunion

Neben dem längst verstorbenen Prominenten, nennt die am 20. November 2014 gegründeten FIRST SKYWAY INVEST GROUP LTD unter den Investoren und finanziellen Unterstützern auch Institutionen der

First SkyWay Invest Group Investoren

First SkyWay Invest Group strickt sich Investoren

am 26. Dezember 1991 durch das sowjetische Parlament aufgelösten Sowjetunion. Angegeben werden hier:

  • Föderation der Raumfahrt UdSSR
  • Das Staatliche Komitee für Kinematographie der UdSSR
  • Der sowjetische Weltfond

Möglicherweise wurden Herrn Anatoly Yunitskiy zu Zeiten als die UdSSR noch existierte, ausgemusterte Bürostühle und ein paar Kugelschreiber überlassen. Selbst wenn er seinerzeit finanzielle Mittel erhalten hat, ist es ja schon mehr als weit hergeholt, daraus Investitionen in die jetzt existierenden und über 20 Jahre nach der Auflösung der UdSSR gegründeten SkyWay-Unternehmensgruppe zu machen. Da könnte ja Herr Anatoly Yunitskiy auch die Hebamme zur Gruppe der Investoren oder Unterstützer zählen, weil sie ihm seinerzeit auf die Welt geholfen hat.

Weitere Nennungen von Investoren ebenfalls zweifelhaft

Aufgrund der Tatsache, dass die bisher hier erwähnten Investoren/Unterstützer an den Haaren herbeigezogen sind, halten wir die Wahrscheinlichkeit, dass die anderen aufgeführten Investoren tatsächlich nennenswerte Investitionen geleistet haben für recht gering. Besonders unglaubwürdig scheint uns hier die Angabe der UN und deren Wohn- und Siedlungsprogramms als Investor. Wir konnten seitens der “United Nations Human Settlements” keinen Hinweis darauf finden, dass SkyWay Capital von dieser Seite Gelder erhielt. Auf eine Antwort zu einer diesbezüglichen Anfrage eines Kollegen warten wir noch.

Prophylaxe gegen Scheinargumente und weitere Verfälschungen

Um dem Scheinargument, Alexander Iwanowitsch Lebed hätte vor seinem Ableben am 28. April 2002 und die Institutionen der UdSSR vor ihrem Ende in SkyWay Capital investiert und damit dieses Unternehmen gefördert, vorzubeugen… Selbst wenn Herr Lebed vor 17 Jahren oder früher mal die Hand von Anatoly Yunitskiy geschüttelt oder diesem vielleicht sogar finanzielle Unterstützung vermittelt oder selbst gewährt hätte, kann man das doch wohl kaum so umdeuten, dass er ein Investor der erst Ende 2014 gegründeten FIRST SKYWAY INVEST GROUP ist.

Selbst wenn wir mal annehmen wollten, dass Anatoly Yunitskiy durch Institutionen der ehemaligen sozialistischen UdSSR in irgend einer Form unterstützt wurde, kann man daraus keinesfalls eine Investition in die jetzt existierende und über 20 Jahre nach Auflösung der UdSSR gegründete, rein kapitalistische (und unserer festen Überzeugung nach auf betrügerischen Absichten basierende) SkyWay Unternehmens Gruppe konstruieren.

40 Jahre tüfteln

Im übrigen sehen wir die Tatsache, dass Anatoly Yunitskiy seit fast 40 Jahren – ohne nennenswertes Ergebnis – an einer Idee herum tüftelt eher als Indiz dafür, dass sich hier jemand, sein ganzes Berufsleben lang, nicht von dieser aussichtslosen und unrealistischen Idee lösen konnte. Nein, es ist kein Zeichen von “Genialität” oder hoher “Ingenieurskunst” und auch keine besondere “technische Innovation” nach rund 40 Jahren einen “Traumtänzer-Bespassungspark” mit Seilbahn, für leichtgläubige Anleger zu konzipieren. Das erst Recht nicht, wenn man doch während dieser 40 Jahre so viele Unterstützer, Förderer und Geldgeber hatte, wie es uns Herr Anatoly Yunitskiy selbst Glauben machen möchte.

Das alles wird noch deutlicher, wenn man sich vor Augen führt, dass bereits viele Jahrzehnte vor der Zeit als Anatoly Yunitskiy begann sich mit diesem Thema zu befassen, Seil-, Hoch-, und Schwebebahnen konzipiert wurden, also real existierten und auch im Einsatz waren und sind. Nur haben diese sich nicht durchgesetzt, wenn man von Nischenlösungen, wo sie auch ihre Berechtigung haben, absieht. Nun kann man ja in allen Bereichen an der Technik feilen, Korrekturen vornehmen oder den Fahrzeugen eine modernere, windschnittigere Form geben. Das tut der Mensch ja generell, im Allgemeinen aber da, wo es Sinn macht.

Nichts neues

Aus technischer Sicht ist diese Technologie also alles andere als neu, innovativ oder gar revolutionär und, so wie von SkyWay vorgestellt, auch gar nicht funktionsfähig.

Nicht wirtschaftlich

Aus wirtschaftlicher Sicht wäre sie, selbst wenn sie funktionieren würde, unsinnig. Lesestoff zu Betrachtung der wirtschaftlichen und insbesondere der technischen Aspekte der von SkyWay angeblich entwickelten Transport-Technologie findet der interessierte Leser im Almystery-Foum unter SkyWay Capital – neuer Scam auf Raten.

Nicht legal

Aus Sicht der Finanzbeschaffung muss man SkyWay Capital als illegal betrachten. In erster Linie deshalb, weil SkyWay Capital für kein einziges Land die Genehmigung für diese Art der Finanzbeschaffung hat. Stattdessen warnen viele europäische Finanzmarktaufsichten sogar ausdrücklich vor SkyWay Capital und sehen es als betrügerisches Pyramidensystem. Auch für uns ist das gesamte Projekt SkyWay Capital nichts anderes als vorgetäuscht, um einen geplanten Anlagebetrug zu begehen. Mehr dazu in unserem Artikel SkyWay Capital Betrug – Illegal, Finanzmarktaufsichten warnen vom 31. Oktober 2017.

SkyWay Capital Lügen – Nicht investieren!

Wir können nur jeden potenziellen Anleger warnen und ihm eindringlich raten von Investitionen abzusehen. Das gilt auch für jene, welche ihr Geld in Raten an SkyWay zahlen. Auch wenn bisher eingezahltes Geld verloren ist, sollte man es unbedingt vermeiden den Scam weiter zu füttern und stattdessen die Zahlung der Raten einstellen.

Rechtliche Möglichkeiten für Geschädigte

SkyWay Capital Geschädigte sollte überlegen, ob sie sich von einem Rechtsanwalt vertreten lassen, um ihren Verlust ganz oder teilweise zurückzufordern. Für eine solche Klage kommt nicht nur die Geschäftsführung von SkyWay Capital in Frage, die ja u.U. nicht oder schwer greifbar sein könnte, sondern vor allem auch der eigene Weber (Sponsor). Ein Rechtsanwalt kann abschätzen welche Aussicht auf Erfolg eine Klage hat. Auch kann ein Rechtsanwalt die strafrechtlichen Relevanz prüfen und bei der Erstattung einer Anzeige hilfreich zur Seite stehen.

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4 Antworten

  1. Verblüfft sagt:

    Erstaunlich, wie so viele Menschen auf einen so offensichtlichen Betrug reinfallen können.

  2. Harald sagt:

    Ich hab mir gestern mal den Spaß gemacht und mit einem gewissen Chris Schuster auf Youtube über dieses Video diskutiert: https://www.youtube.com/watch?v=vqgI68HQQ_0 Naja, zumindest habe ich versucht zu diskutieren, allerdings wich Hr Schuster permanent den Fragen aus und hat letztendlich die gesamte Diskussion gelöscht. Ich ahnte aufgrund seiner Argumentationslosigkeit schon, dass dies passieren würde, aber ihr könnt es gerne hier nachlesen: SkyWay Diskussion mit Chris Schuster

  3. Sebastian Krüger sagt:

    Die Skyway Abzocke ist doch wohl am Ende. Zumindest in Deutschland kann man kaum noch jemanden mit den Lügen hinter den Ofen vor locken und ihn dazu bringen Geld in diese Beschiss zu stecken.

  4. IchGlaubEsKaum sagt:

    Wie kann man nur auf eine so billige Abzocke rein fallen?

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